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“Ich bringe einen Strauß Parolen zum Rendezvous, den Duft der Freiheit und die die Süße der Revolution.” Juli Zeh, Corpus Delicti
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Alexander Kaschte (Samsas Traum)
Werk II, Leipzig
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“Nichts ist im voraus entschieden, und weil der Mensch etwas zu verlieren hat und verlieren kann, kann er auch gewinnen.”

Soll man de Sade verbrennen?

Simone de Beauvoir

Posted 4 days ago With 0 notes

“Es gibt Menschen, deren ganzes Leben in einer kindlichen Welt abläuft, weil sie, zeitlebens geknechtet und unwissend, über keine Möglichkeit verfügen, dieses über ihren Häuptern ausgespannte Dach zu durchstoßen. Zwar können sie, wie das Kind, ihre Freiheit betätigen, aber nur innerhalb einer Welt, die vor ihnen und ohne sie entstanden ist.”

Soll man de Sade verbrennen?

Simone de Beauvoir

Posted 4 days ago With 0 notes

Aufhebung

Sein Unglück
ausatmen können
tief ausatmen
so dass man wieder
einatmen kann

Und vielleicht auch sein Unglück
sagen können
in Worten
in wirklichen Worten
die zusammenhängen
und Sinn haben
und die man selbst noch
verstehen kann
und die vielleicht sogar
irgendwer sonst versteht
oder verstehen könnte
Und weinen können
Das wäre schon
fast wieder
Glück

Erich Fried (via selbstwortmord)

Posted 6 days ago With 10 notes

“Wir sind für nichts mehr erreichbar, nicht für Gutes noch Schlechtes. Wir stehen hoch, hoch über dem Irdischen – jeder für sich allein. Wir verkehren nicht miteinander, weil uns das zu langweilig ist. Keiner von uns hegt noch etwas, das ihm abhanden kommen könnte. Über Jammer oder Jubel sind wir gleich unermeßlich erhaben. Wir sind mit uns zufrieden, und das ist alles! – Die Lebenden verachten wir unsagbar, kaum daß wir sie bemitleiden. Sie erheitern uns mit ihrem Getue, weil sie als Lebende tatsächlich nicht zu bemitleiden sind. Wir lächeln bei ihren Tragödien – jeder für sich – und stellen unsere Betrachtungen an. – Gib mir die Hand! Wenn du mir die Hand gibst, fällst du um vor Lachen über dem Empfinden, mit dem du mir die Hand gibst…”

Frühlings Erwachen, Wedekind

Posted 1 week ago With 0 notes

“Der Nebel zerrinnt; das Leben ist Geschmackssache.”

Frühlings Erwachen, Wedekind

Posted 1 week ago With 0 notes

“Das Leben hat mir die kalte Schulter gezeigt. Von drüben her sehe ich ernste freundliche Blicke winken: die kopflose Königin, die kopflose Königin- Mitgefühl, mich mit weichen Armen erwartend… Eure Gebote gelten für Unmündige; ich trage mein Freibillet in mir. Sinkt die Schale, dann flattert der Falter davon; das Trugbild geniert nicht mehr. - Ihr solltet kein tolles Spiel mit dem Schwindel treiben! Der Nebel zerrinnt; das Leben ist Geschmackssache.”

Frühlings Erwachen, F. Wedekind

Posted 1 week ago With 1 note

“Wir verkehren nicht untereinander, aber wir sehen und hören alles, was in der Welt vor sich geht. Wir wissen, dass alles Dummheit ist, was die Menschen tun und erstreben, und lachen drüber.”

Frühlings Erwachen, F. Wedekind

Posted 1 week ago With 1 note

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Lass meinen Weg den Deinen sein…
In Strict Confidence, Werk2 Leipzig
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“Wie wenig wußten die Menschen voneinander! Die Gesichter glichen vorgebundenen Masken, und was dahinter war, blieb unbekannt. Man hüllte sich in Schweigen. Man hüllte sich in Worte. Noch in der Umarmung gab es kein Erkennen. Nicht einmal der Haß, der doch den schärfsten Blick verleiht, konnten den anderen durchschauen. Maskenzwang und Maskenfreiheit, - mehr gönnt das Leben den Menschen nicht.
Denn das Leben ist weiser als seine Geschöpfe und weigert sich, uns das Unerträgliche, auch wenn wir es auf Knien bitten, zum Geschenk zu machen. Die Menschen ertrügen einander nicht, wenn sie sich kennten. Sie stünden gelähmt, sie flöhen voreinander auf die Berge und in die Wälder, sie stürben vor Schreck, sie könnten die Wahrheit nicht überleben. So fürchterlich ist der Mensch. Und so schwach sind seine Nerven.”

Zu treuen Händen, Erich Kästner

Posted 2 weeks ago With 0 notes

Wie gut, daß ich keine Romanfigur bin!

Dora lachend Wie gut, daß ich keine Romanfigur bin!

Thomas Sind Sie denn g e g e n die Gerechtigkeit?

Dora nickt eifrig Gerechtigkeit bringt zuviel Ordnung in die Welt. Stirnrunzelnd Es entsteht so etwas wie Mathematik. Wenn man Diesundjenes mit Demunddem tut, erfolgt Dasunddas. Das klingt genau so wie aus dem kleinen Einmaleins. Kokett Das kleine Einmaleins ist sehr notwendig, aber sehr langweilig.

Thomas gespielt ernst Wenn Sie so weitermachen, verwandle ich auch Sie eines Tages in eine Romanfigur! Da werden Sie sich umschaun!

Zu treuen Händen, Erich Kästner

Posted 2 weeks ago With 0 notes

“Und noch etwas: Es ist schon schwerer, ein mittelmäßiges Lustspiel zu schreiben als ein entsprechendes, möglichst historisches Trauerspiel. Wie viel mühsamer ist es nun erst, sich selber, den Herrn Dichter persönlich, zur inneren Heiterkeit zur erziehen, statt ein Leben lang, mit den Dackelfalten der Probleme auf der Stirn, herumzurennen und die gleiche Verzweiflung auf stets neues Papier zu bringen! Es ist leicht das Leben schwer zu nehmen. Und es ist schwer das Leben leicht zu nehmen.”

Die einäugige Literatur, Erich Kästner

Posted 2 weeks ago With 0 notes

“Ernst ist das Leben, heiter sei die Kunst!”

Die einäugige Literatur, Erich Kästner

Posted 2 weeks ago With 0 notes

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Weena Morloch, 21.03.2014 Leipzig Werk 2
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“Komm, laß uns etwas Gutes tun, und dabei sterben! Einen der Millionen Tode, die wir schon gestorben sind, und noch sterben werden.”

Heinrich von Kleist

Posted 3 weeks ago With 7 notes